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Kalliope II |
![]() Franz SchwarzingerBilder seelischer Verletzbarkeit, wie sie Peter Baum nennt. Zerlegte Menschenbilder, die der Künstler zu einer Einheit zusammenfügt, komplexe Fragmente, die Spannungen unter der Oberfläche in sich bergen. Zutage treten Bruchlinien und Haarrisse, jedoch ohne die Einheit aufzulösen, sondern lediglich, um Fragen zu stellen. Eine Aufforderung an den Betrachter, seine persönliche Antwort zu finden. Ornamente und Körperteile - Köpfe, Arme, Beine, Hände - beziehen zueinander Stellung. Harmonie und Kontrast oder Form und Farbe. "Die von knappen Strichen umrissenen Gesichter mit ihren übergroßen ernsten Augen und die oft nur angedeuteten Körper symbolisieren mahnende Autoritäten und nehmen auf unmittelbare Weise Bezug zum Weltgeschehen" (Ulrike Maria Emberger-Gaisbauer) Der Einzelne erscheint nur als Teil eines Ganzen, dem er gleichermaßen ausgesetzt ist, wie er von der Masse integriert wird. "Umarmungen wollen nicht ganz gelingen, es sind eher Verschlingungen, einsamer Kampf und Spiele der Unterwerfung. Viel Energie sammelt sich in den Augen, den Zentren der Körperfragmente. Sie treiben wie Restzustände auf Orientierungssuche aus den Körpern hinaus. Und lassen sie, noch in zweisamen Verknotungen, einsam zurück." (Peter Böthig) Janusköpfig finden sie sich zurecht. Franz Schwarzingers Arbeiten verstehen sich als expressiver Ausdruck einer latenten Befindlichkeit. |
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